VdF - Vereinigung der Fußballer

Der Kollektivvertrag

GdG-KMSfBregelt das Arbeitsverhältnis zwischen Bundesliga-Klubs und Spielern sehr detailliert und stellt für beide Seiten eine wesentliche Verbesserung der Rechtssicherheit dar.

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Wenn aus Profis Amateure werden...

Wenn aus Profis Amateure werden...

VdF fordert die Ausweitung der Transferzeit in den Regional- und Landesligen für Vertragslose Spieler.

Gratkorn, Pasching, Klagenfurt, Anif, Liefering, Parndorf, FAC und viele andere Vereine mehr aus der Regionalliga haben in diesem Sommer vor allem eines gemeinsam: Sie verpflichteten so viele Ex-Bundesliga-Spieler wie schon lange nicht mehr!
Die Vereinigung der Fußballer (VdF), die rund 1100 Fußballer vertritt, will morgen in Grödig mit ihrem ersten Spiel für Vertragslose Profifußballer vor allem auf einen groben Missstand hinweisen, der arbeitslosen Spielern die Jobsuche zusätzlich erschwert: Der ÖFB weigert sich beharrlich, für die Arbeitslosen (wie in der Bundesliga üblich) die Transferzeit zu verlängern. Mit dem Transferschluss am 15. Juli wird diesen Spielern ein großer Druck auferlegt, sich frühzeitig gegen einen möglichen Job in der Bundesliga zu entscheiden. Oftmals werden die Spieler auch gänzlich reamateurisiert und bleiben dadurch AMS-Gehaltsempfänger!

100 Fußballer waren Ende Juni in Österreich arbeitslos gemeldet. Während im letzten Jahr noch mehr als 20 Profis nach dem 15. Juli auf einen Job in der Bundesliga hofften und einige (Dober, Haselberger, Fuka...) ihn auch noch bekamen, sind es in diesem Jahr erheblich weniger. Viele gehen aus Angst gänzlich übrigzubleiben lieber gleich mit 15. Juli in die sogenannte Amateurliga. Im Gegensatz zu Holland, wo Amateure jederzeit wieder zu Profis werden können, bedeutet das in Österreich meistens eine endgültige Abkehr vom Berufsfußball. Für den Fußballbund, der in den Landesverbandseigenen Akademien künftige Profifußballer mit staatlicher Unterstützung ausbildet, scheint dies kein Widerspruch zu sein. Der Druck wird allein auf die Spieler abgeschoben. In den Akademien werden sie nicht auf ein Leben neben dem Fußball vorbereitet und sobald sie die Akademien verlassen, sind sie für den ÖFB schon gar nicht mehr von Interesse und bekommen auch keinerlei Unterstützung für das berufliche Fortkommen.

Mit Florian Sturm und Manuel Schmid sind morgen Spieler gegen Deutschland im Einsatz, die diesen Weg in den Amateurfußball sehr widerwillig einschlugen. Cem Atan, Alexander Schachner, Ulrich Winkler und Thomas Piermayer vertreten hingegen die Spezies der Spieler, die lieber noch auf einen Vertrag bei einem Bundesligisten warten und damit zumindest bis zum Jänner nächsten Jahres auch nicht mehr in eine Amateurliga wechseln können.

Für die VdF ist dieses Spiel der Starschuss für eine umfangreiche Aufarbeitung der Arbeitslosenproblematik im Profifußball. "Es kann nicht sein, dass wir 100 Arbeitslose Fußballer haben, die eigentlich allen völlig egal sind", sagt VdF-Vorsitzender Gernot Zirngast. Er bekrittelt vor allem auch die Tatsache, dass man auch im AMS - abgesehen von der finanziellen Unterstützung - rein gar nichts für die Fußballer tut. Das geht sogar soweit, dass nicht einmal Bundesligavereine als potentielle Arbeitgeber auf Anfrage eine Liste der zu vermittelnden Fußballer erhalten können. Da darf es dann auch gar nicht wundern, dass es auch für die VdF keine Hilfe beim AMS gab...


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