VdF - Vereinigung der Fußballer

Der Kollektivvertrag

GdG-KMSfBregelt das Arbeitsverhältnis zwischen Bundesliga-Klubs und Spielern sehr detailliert und stellt für beide Seiten eine wesentliche Verbesserung der Rechtssicherheit dar.

Star Camps

Neue Lautsprecher

Die Spielerverteter-Sitzung der Vereinigung der Fußballer, einer Fachgruppe der Gewerkschaft GdGKMSfB, im Wiener Millenniums Tower ergab zwei neue Gremien. Thomas Reifeltshammer (Ried), Christopher Dibon (Rapid) und Jörg Siebenhandl (Admira) wurden zu den neuen Vertretern der tipico Bundesliga gewählt. Für die Sky Go Erste Liga wahren künftig Thomas Pichlmann (Innsbruck), Andreas
Schicker (Wr. Neustadt) und Mario Reiter (LASK) die Interessen der Spieler.
Im Zuge dieser Sitzung wurden vor allem auch Themen des Kollektiv-Vertrages angesprochen, da es für die kommenden Verhandlungen aus Sicht der aktiven Spieler einige Ungereimtheiten gibt, die vielleicht schon vorab aus der Welt geschafft werden können. Kritikpunkte sind vor allem die Auslegung betreffend der Persönlichkeitsrechte seitens der Vereine und die kollektivvertraglich
vereinbarte Ausrüstung der Spieler. Während Dr. Gregor Holzknecht, auf Mandat der VdF Mitglied im Senat 2 der Bundesliga, den Spielern erklärte was es mit den Persönlichkeitsrechten auf sich hat, kamen von den Spielern selbst die Kritikpunkte betreffend ihrer Ausrüstung. „In diesem Bereich besteht großer Aufholbedarf und besteht eine nicht zu erwartende Nachjustierung,“ ist Gernot
Zirngast, der Vorsitzende der VdF ganz der Meinung der Spieler. „Es kann nicht sein, dass ein Teil der Österreichischen Profi-Fußballer für ihre Fußballschuhe und andere Trainingsausrüstung selbst aufkommen müssen oder vom Verein mit billiger und ungeeigneter Sportausrüstung ausgestattet wird.“
Ein anderer wichtiger Punkt, der für die laufende Saison neu geregelt wurde, die Entgeltfortzahlung im Krankheits- und Verletzungsfall, wurde indes bereits zur Zufriedenheit aller geregelt.
Die VdF-Führung hat die Spieler auch über die neuesten Entwicklungen des FIFPro-Antrages bei der EU-Wettbewerbskommission in Bezug auf Änderungen im Transfersystem informiert. Das ist im Übrigen auch das Hauptthema des neuen VdF-Magazins Spieler, das gerade erschienen und auf www.vdf.at bereits zu lesen ist.
Abschließend gab es bei der Sitzung noch ein grundsätzliches Übereinkommen: Aufgrund des Wartungserlasses des Finanzministeriums werden Fußballvereine ab 1. Jänner 2017 angehalten, eine Kapitalgesellschaft für ihre Profi-Abteilungen zu gründen. Trotz des gemeinsamen Kollektivvertrages mit den Klubs werden oft für die VdF und ihre Spieler wichtige Themen immer noch nicht ernst genug genommen. Dabei geht es nicht um verpflichtende Gehaltszettel oder Dienstzeugnisse, sondern um die oftmals willkürlich und rechtlich nicht gedeckt verhängten Disziplinarmaßnahmen. Daher wurde in der Sitzung auch über die Einrichtung eines Betriebsrates bei jedem einzelnen Profiklub diskutiert, was bei den Spielern durchwegs auf Zustimmung fiel und von der VdF daher als Auftrag zur Umsetzung angesehen wird.


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