VdF - Vereinigung der Fußballer

Der Kollektivvertrag

GdG-KMSfBregelt das Arbeitsverhältnis zwischen Bundesliga-Klubs und Spielern sehr detailliert und stellt für beide Seiten eine wesentliche Verbesserung der Rechtssicherheit dar.

BRUNO-Gala

Die Diskussion ist eröffnet

* Helmut Schulte: „Es gibt ein veritables Problem. Man muss Lösungen finden.“

* Dennis Mimm: „Das ist eine Ironie. Die Sky Go-Liga ist keine Profi-Liga. Das ist fahrlässig“

* Michael Krammer: „Man sollte zu Entscheidungen stehen, darf sie aber sehr wohl hinterfragen.“

* Paul Gludovatz: „Die Talfahrt wird weiter gehen.“

 

Die VdF lud zu einem Round Table in der ÖGB-Zentrale zum Thema „Liga-Reform jetzt?“. Peter Rietzler, Chefredakteur von Laola1.at moderierte, laola1.tv übertrug im Internet live.

VdF-Vorsitzender Gernot Zirngast zog zufrieden Bilanz: „Wichtig ist, dass das Thema auf den Tisch kommt und diskutiert wird. Es geht uns nicht darum, dass sofort Veränderungen passieren müssen. Aber es ist an der Zeit, die Anliegen aller Stakeholder des österreichischen Fußballs zu berücksichtigen und nicht allein im stillen Kämmerlein an neuen Konzepten zu basteln.“

Helmut Schulte, ehemaliger Sportdirektor von Rapid, meinte klipp und klar: „Wenn in der Sky Go-Liga zwei Drittel unter 30.000 Euro brutto im Jahr verdienen, dann kann das keine Liga für Fußballprofis sein. Dann besteht Handlungsbedarf. Man muss sich fragen, wieviel Profifußball verträgt Österreich?“

Dennis Mimm, Kapitän vom SC Wr. Neustadt, pflichtet ihm bei: „Es ist eine Ironie, dass man von einer Profiliga spricht. Das ist sie nie und nimmer, weil das Geld dafür nicht da ist. So wie es jetzt ist, ist es fahrlässig.“

Rapid-Präsident Michael Krammer zeigt als Aufsichtsrat der Liga auch Verständnis für diese Seite: „Man hat eine Entscheidung für zwei Zehnerligen getroffen. Ich halte es für gut, wenn man dazu steht. Nichts ist für eine Marke schlechter, wenn sie sich selbst anzweifelt.“ Nachsatz: „Ich verstehe nur nicht, dass man sich auf sechs Jahre festgelegt hat, wenn man bei der Entscheidung schon leichte Zweifel hatte.“

 Ähnlich sieht es Paul Gludovatz, ehemaliger Bundesliga-Trainer und ÖFB-Coach über viele Jahre: „Eine Radikalkur wird es im österreichischen Fußball nicht geben. Wenn man sich über Jahre aber einzementiert hat, so muss man etwas anderes anbieten können, das Ganze auch aufweichen können. Die Bundesliga ist in Sachen Auf- und Abstieg vom ÖFB über den Tisch gezogen worden. Die dritten Ligen mit ihren Halb- oder Dreiviertel-Profis übertölpelt ja allmählich die Sky Go-Liga.“

Gludovatz prangert ebenso wie die VdF die Quotenregelung für junge Spieler in dieser Liga an. „Die Jungen werden richtig gehend hinein gedrängt. Viele sind Semi-Profis, können daneben aber nichts tun. Und mit 24 Jahren sind sie wieder zu alt, weil andere junge Spieler nachrücken. Ich befürchte, die Talfahrt geht weiter.“

Dieter Jaros, Programmchef von Sky, sprach sich für sein Produkt aus, zumal Sky Namensgeber der Liga ist. „Ein langfristiges Konzept ist für ein Unternehmen immer gut. Ob jetzt eine Sechzehnerliga oder zwei Zehnerligen besser sind? Ich weiß es nicht.“

Markenexperte Dr. Gerhard Hrebicek stellte klar, dass der österreichische Fußball dem internationalen vor allem bei den TV-Geldern hinterher hinkt: „Die Markenwerte in Europa haben sich bei den Klubs in letzter Zeit verdoppelt, nur in Österreich ist nichts passiert. Die Relation bei den TV-Geldern stimmt nicht in Bezug auf die Summen und die Einwohnerzahlen. Man muss das Produkt Bundesliga attraktiver gestalten.“

Der Standpunkt der VdF in dieser Diskussion ist folgender:

Die Diskussion ist eröffnet, weitere Wortspenden zu dem für den österreichischen Fußball wichtigen Thema sind willkommen.

 

 


zurück
Facebook