VdF - Vereinigung der Fußballer

Der Kollektivvertrag

GdG-KMSfBregelt das Arbeitsverhältnis zwischen Bundesliga-Klubs und Spielern sehr detailliert und stellt für beide Seiten eine wesentliche Verbesserung der Rechtssicherheit dar.

Star Camps

Dennis Mimm vertrat die VdF bei einer Kundgebung vor der Botschaft von Katar

In nicht einmal 50 Tagen startet die Fußball-WM in Brasilien. 2022 soll die WM in Katar stattfinden. Dort werden Bauarbeiter (und auch Fußballer) wie Sklaven gehalten. Schon jetzt gibt es 1.200 tote Bauarbeiter bei den vorbereitenden Baumaßnahmen. Auf diese Zustände machten GewerkschafterInnen heute Vormittag aufmerksam: Vor der Botschaft von Katar wurde für jeden einzelnen der getöteten Arbeiter ein Bauhelm sowie ein Kranz mit der Zahl der Getöteten niedergelegt. Eine Petition an den Premierminister von Katar, diese unhaltbaren Zustände zu beenden, wurde in der Botschaft übergeben. Die VdF wurde repräsentiert durch Spielervertreter Dennis Mimm, dem seine Rede auch ein persönliches Anliegen war.

„Menschenrechte müssen eigehalten werden. Die WM findet in einem reichen Land statt, da sollten Löhne und Arbeitsbedingungen kein Problem sein. Dann wird der Profit halt um einen geringen Prozentsatz geringer ausfallen.“ Wenn der Tod im Vorfeld einer WM an der Tagesordnung steht, dann müssen sich auch die Spieler Gehör verschaffen. „Es kann nicht sein, dass nepalesische Arbeiter ihre Familien verlassen und dann in Katar auf ihre Löhne warten oder um ihre Gesundheit bangen müssen.“

Mimm äußert sich auch über andere Problembereiche des – heimischen – Fußballs. Der Routinier von Wiener Neustadt über:

„Es wurde in den letzten Monaten viel mehr thematisiert als davor, das ist gut so. Das Thema bleibt grundsätzlich ein heikles, die diversen Gremien beschäftigen sich jetzt damit. Abwarten, was dabei heraus kommt. Die Basis ist zumindest gelegt, auch wenn es schwer zu handhaben ist. Wichtig ist, dass man das Thema offen und gemeinsam angeht, nur so kann man etwas bewirken.“

„Es entstehen nun Modelle, die eine Perspektive bieten. Die Gesprächsbereitschaft zu diesem Thema ist größer geworden, nicht zuletzt dank der Initiativen der VdF. Bei Arbeitslosigkeit geht es um persönliche Schicksale. Ich weiß, wovon ich rede, auch ich war als Fußballer schon arbeitslos. Wichtig ist, dass sich Fußballer während ihrer Karrieren ein zweites Standbein schaffen. Das liegt in erster Linie in ihrem Verantwortungsbereich.
Viele Junge rücken aus den Akademien nach, die durchschnittliche Karriere eines Fußballers dauert nicht mehr so lange wie früher. Oft werden Spieler mit 24, 25 Jahren aussortiert, weil junge Talente nachrücken und wie zum Beispiel durch den Österreicher-Topf gefördert werden müssen.“


zurück
Facebook