VdF - Vereinigung der Fußballer

Der Kollektivvertrag

GdG-KMSfBregelt das Arbeitsverhältnis zwischen Bundesliga-Klubs und Spielern sehr detailliert und stellt für beide Seiten eine wesentliche Verbesserung der Rechtssicherheit dar.

Golf Charity

Die Geschichte der VdF

Die Vereinigung der Fußballer (VdF), die Interessensvertretung aller in Österreich tätigen Amateur- und Profifußballer, wurde im Mai 1988 als Fachgruppe Fußball in der damaligen Gewerkschaft für Kunst, Medien und freie Berufe (KMfB) gegründet.

Den Startschuss gaben der heutige Geschäftsführer Dr. Rudolf Novotny und die fünf Bundesliga-Spieler Herbert Prohaska, Heribert Weber, Andi Pichler, Walter Koch und Thomas Pfeiler. Unterstützend zur Seite standen Walter Bacher, Zentralsekretär der KMfB, und der mittlerweile leider schon verstorbene, damalige ÖGB-Präsident Anton Benya. Die Motivation der Gründung einer Fußballergewerkschaft war durch die bis dahin fehlende Unterstützung von Spielern bei Vertragsverhandlungen und Streitigkeiten gegeben. Weiters war man bemüht, die fehlenden rechtlichen Grundlagen für die Berufsgruppe der Fußballer zu schaffen.

Damit war der Grundstein für eine lange und beschwerliche Reise gelegt. Zu Beginn wurde die VdF nur bei akuten Rechtsproblemen von einzelnen Spielern kontaktiert. Rechtliche Beratung bei Vertragsschwierigkeiten wurde das Hauptaufgabengebiet unserer Vereinigung. Langsam entstand jedoch aus dem Wissen um Probleme Einzelner ein kollektives Bewusstsein.

Wichtig war infolgedessen auch, dass die aktiven Spieler in die Entscheidungsprozesse miteinbezogen wurden, um somit mehr Verantwortung für die Vereinigung zu erlangen. Deswegen wurde auf Wunsch der Spieler am 10. Mai 1997 (unter der Administration des ehemaligen Bundesliga-Profis und aktuellen VdF-Vorsitzenden Gernot Zirngast) die VdF zusätzlich als freies Meinungs- und Aktionsforum der Spieler gegründet, um sie schlussendlich am 19. Jänner 1998 mit der Fachgruppe Fußball in der um den Sport erweiterten Gewerkschaft für Kunst, Medien, Sport und freie Berufe (KMSfB) zusammenzuführen. Damit wurde die österreichische Spielervertretung neu formiert und ihr Aufgabengebiet erweitert.

Unter dem Motto \"Fußballer mit Verantwortung\" agiert die VdF auf demokratischer Basis innerhalb des Österreichischen Gewerkschafts-Bundes (ÖGB). Außerdem trägt sie im Verbund mit der VSW-Sport GmbH, mit Veranstaltungen (BRUNO-Verleihung, Golf Charity, Nachwuchstrainingscamps, Camps für vertragslose Fußballer usw.) zur Förderung des Berufsimages der Fußballer in Österreich bei. Darüber hinaus wahrt sie im Interesse aller Spieler, ob Amateure oder Profis, ob In- oder Ausländer, deren Rechte gegenüber dem jeweiligen Verein, der Österreichischen Fußball-Bundesliga und dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB).

Die VdF kann auf eine Palette ihrer bisher erreichten Ziele verweisen, die in erster Linie immer wieder in der rechtlichen Hilfestellung für eine große Anzahl von Spielern bestehen. Spätestens ab dem Jahr 1995, in dem es zur Beseitigung des bisher gültigen Transfersystems durch die Unterstützung von Jean Marc Bosman bei seinem Kampf gegen die UEFA kam, wurde vielen Spielern zu ihrem Recht verholfen. Auch die rasche Umsetzung des Bosman-Urteils in Österreich - gegen den Widerstand der Vereine - kam nur durch ein engagiertes Auftreten der VdF und ihrer Mitglieder zustande. Viele für die Spieler gewonnene Musterprozesse vor dem Arbeitsgericht verhalfen zu einer Besserstellung im arbeitsrechtlichen Bereich. Insbesondere das Recht auf Abfertigung nach einer entsprechenden Vereinszugehörigkeit wäre hier zu nennen, welches den Spielern ohne Einschreiten ihrer Vertretung wohl noch nicht zustehen würde.

Darüber hinaus gab es beim Großteil der Bundesliga-Klubs seit Oktober 1998 Betriebsratswahlen, womit auch im Fußball daran erinnert wurde, dass die gewählten Betriebsräte aufgrund ihrer rechtlichen Stellung Einfluss auf die Vereinsführung nehmen können. Einen weiteren Erfolg konnten wir auch bei der Installierung eines jeweiligen Vertreters der Spieler in Rechtsgremien der Bundesliga, die Anliegen der Spieler behandeln, verbuchen.

Im November 2006 kam es nach Differenzen mit der Liga wegen des Kollektivvertrages zum freiwilligen Rückzug des damaligen Vorsitzenden Gernot Zirngast (er konzentrierte sich als  Vizepräsident auf die wirtschaftliche Entwicklung der VdF) und damit zur Vorsitzübernahme durch Ex-Profi Oliver Prudlo. Unter seiner Führung kam es nach wieder aufgenommenen und intensiven Verhandlungen mit Vertretern der Bundesliga im Juni 2008 zum Abschluss eines Kollektiv-Vertrags für Profi-Fußballer – ein ganz besonderer Meilenstein in der Arbeit der VdF. Im März 2010 beendete Prudlo dann seine Tätigkeit als VdF-Repräsentant und wechselte als Sportmanager zum FC Wacker Innsbruck. Seither agiert die VdF wieder unter der Führung des Vorsitzenden Gernot Zirngast, der zuerst interimistisch das Amt von Prudlo übernahm und später in einer Sitzung der Bundesligaspielervertreter bestätigt wurde. Sein Stellvertreter ist aktuell Gernot Baumgartner, der durch die Gründung der VSW-Sport GmbH, ebenfalls als Vollzeitmitarbeiter im Dienste der österreichischen Fußballer tätig sein kann. Seit Herbst 2012 verstärkt Gregor Pötscher das Team der VdF, der Ex-Profi ist für die Mitgliederbetreuung zuständig. Im März 2014 konnte sich die VdF über einen Rückkehrer freuen. Oliver Prudlo beschäftigt sich für die VdF intensiv mit dem Thema der Nachwuchsberatung, der vertragslosen Spieler, dem Thema Sportwetten und Vorsorge.

Einige Erfolge der letzten Jahre, welche die VdF für die Gesamtheit der Spieler erringen konnte:

VdF-Vorsitzende seit der Gründung:
Mai 1988 bis Juli 1997: Dr. Rudolf Novotny
Juli 1997 bis November 2006: Gernot Zirngast
November 2006 bis März 2010: Oliver Prudlo
März 2010 bis aktuell: Gernot Zirngast

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